Der Kugelschreiber

Ob es sich bei dem neuen FHL-Logo tatsächlich um eine "Wort-Bild-Marke" handelt, ist zweifelhaft.

Zumindest die "Gestalter" des "offiziellen" FHL-Kugelschreibers scheinen von der Einheit "Wort-Bild-Marke" nichts gewusst zu haben, als sie die dritte Zeile – "University of Applied Sciences", die eigentlich fester Bestandteil des Logos ist – einfach löschten.

Wenn die dritte Zeile schon weggelassen wird, dann hätte man stattdessen die Internetadresse "www.fh-lausitz.de" dafür einsetzen können. So wäre zumindest der oberflächliche Gesamteindruck des Logo gewahrt geblieben. (Dann aber bitte auch wieder in schwer lesbaren und platzraubenden Versalien).

Diese Alternative kam aber aus einem anderen Grund nicht in Frage:

Die wahre Ursache für die Deformation des FHL-Logos sind sehr wahrscheinlich drucktechnische Restriktionen: Werbemittelhersteller können im Siebdruck - je nach Kugelschreiber - nur eine Schaftfläche von maximal 45 x 12 mm bedrucken. Dieser geringe Platz hätte nicht ausgereicht, um das Logo noch lesbar zu halten. Hier erweist sich die mangelnde Skalierbarkeit als Problem. Ausserdem wäre für die Web-Adresse kein Platz gewesen. Weshalb man die unbedingt auf einen Kugelschreiber drucken muss, wo doch fast jeder Google kennt, bleibt eines der vielen Geheimnisse der Hochschulleitung.

Ein Hinweis für das nächste Mal:
Wenn man schon versucht, das Logo durch Weglassen praktikabler zu machen, dann muss man auch darauf achten, dass die verbleibenden beiden Textzeilen nicht nur in einer harmonischen Beziehung zu den grafischen Elementen stehen, sondern auch zueinander. So schwebt die "Lausitz" jetzt beispielsweise ohne Halt über der Grundlinie.