Leitbild

Die Ausbildung im Marketing beruht auf den Überzeugungen, dass

... Marketing zwar auf die Stärkung der Konkurrenzfähigkeit eines Unternehmens abzielt, dieser Wettbewerb aber nichts mit Einzelkämpfertum zu tun hat, sondern ein Teamsport ist, bei dem Allianzen, Partnerschaften und Kooperationen innerhalb und außerhalb der Organisation gebildet werden müssen. Die Förderung von sozialer Kompetenz, Einfühlungsvermögen, Kooperations- und Teamfähigkeit werden damit zu notwendigen Bestandteilen der Marketingausbildung.

... Marketing eine soziale Aktivität ist, die sich durch ethisches Verhalten auszeichnet. Prinzipien, die auch im privaten Bereich Bedeutung haben, sind auch für den Aufbau langfristiger Austauschbeziehungen zu Kunden und anderen Stakeholdern wichtig: Offenheit in der Kommunikation, Beständigkeit, Toleranz, Vertrauen, Ehrlichkeit und ethisches Verhalten.

... nicht nur wegen der zunehmenden Internationalisierung der Märkte für Lokalpatriotismus, Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus kein Platz ist. Durch die zunehmende Globalisierung und der Entwicklung multikultureller Gesellschaften wird interkulturelle Kompetenz zu einer Schlüsselqualifikation – nicht nur für Marketingstudenten. Wo immer möglich, werden innerhalb der Marketingausbildung sowie in separaten Lehrveranstaltungen Verständnis für die Hintergründe kulturell bedingter Unterschiede geweckt, sowie die Empathiefähigkeit, Vorurteilsfreiheit und Ambiguitätstoleranz trainiert.

... Marketing der Gesellschaft mehr schuldet, als nur Kunden das zu geben, was sie möchten. Soziale Verantwortung ist kein Zwang, sondern ein integraler Bestandteil des Marketing.

... Marketing eine distributive Philosophie ist und ein System hervorgebracht hat, das erheblich zum ökonomischen Fortschritt und materiellen Wohlstand der Menschen beigetragen hat. Zur Entfaltung braucht Marketing ein freiheitliches und auf demokratischen Prinzipien beruhendes gesellschaftliches und ökonomisches Umfeld.



Ausbildungsziele

Die Ausbildung im Marketing ist nicht allein auf die Vermittlung praktischer Fertigkeiten ausgelegt. Angesichts einer sich immer schneller verändernden Welt, in der Informationen von heute schon morgen überholt sind, kann das Ausbildungsziel nur in einer Berufs-Fähigkeit liegen, die wirtschaftliches Denken fördert und es ermöglicht, dass das an der Hochschule erworbene theoretische und wissenschaftlich fundierte Wissen unter Berücksichtigung gegebener Zusammenhänge auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Geschehen übertragen und zur Lösung praktischer Probleme angewendet werden kann.


Gene Sperling, ehemaliger Wirtschaftsberater des amerikanischen Präsidenten Bill Clinton, hat die Herausforderungen, denen sich Marketingabsolventen stellen müssen, anschaulich beschrieben: Auf die Herausforderungen des Arbeitsmarktes muss man sich wie Athleten auf die Olympischen Spiele vorbereiten - allerdings weiß man vorher nicht, in welcher sportlichen Disziplin man teilnimmt.


Studenten sollen:

• lernen zu lernen

• lernen, wie erworbenes Wissen bei der Lösung praktischer Probleme angewendet werden kann

• Marketing in seiner Komplexität verstehen und befähigt werden, in einer Marketingsperspektive zu denken und zu handeln

• Marketing als eine Art verstehen, wie ein Geschäft zu führen ist und nicht als eine betriebliche Funktion

• lernen, Fragen zu stellen und nach Antworten zu suchen

• ermutigt werden, kritisch zu sein gegenüber Theorie und Praxis

• befähigt werden, bei der Lösung von Aufgaben den Rahmen des Üblichen zu sprengen, das Genormte und Regelhafte zu überschreiten und nach nicht-stereotypen Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

• angeleitet werden zu Toleranz, Selbstverantwortung, Eigeninitiative und unternehmerischer Denkweise und Schaffenskraft.


Verhalten gegenüber Studenten

• Eine Hochschule ist kein reines Dienstleistungsunternehmen und Studenten sind keine Kunden. Sie sind Kooperationspartner, an die hohe Anforderungen gestellt werden.

• Marketingstudenten müssen hohe Hürden überwinden und sich voll einsetzen. Von ihnen wird erwartet, dass sie sich auch außerhalb der Lehrveranstaltungen in zusätzlichen Aktivitäten engagieren. Dann wird ihnen aber auch mit hohem persönlichen Einsatz entgegengekommen.


Verhalten gegenüber der Praxis

• Mit der Praxis werden intensive Kontakte und ein beständiger Dialog gepflegt. Die Anregungen fließen in die Lehre und die Forschung ein. Im Rahmen des Know-How-Transfers soll die Praxis von der Hochschule mit Ideen und Wissen befruchtet werden.

• Eine Hochschule ist keine öffentliche Einrichtung, die zu kostenloser Hilfestellung verpflichtet ist. Wir sind weder eine Unternehmensberatung noch ein Marktforschungsinstitut.
Projekte mit der Praxis werden unter den Prämissen ausgewählt, dass sie der wissenschaftlichen Arbeit förderlich oder didaktisch sinnvoll sind, die beruflichen Einstiegschancen der Studenten erhöhen oder einen bedeutenden Beitrag von allgemeinem gesellschaftlichen Interesse darstellen.